Welche Klauseln gehören in einen Vertrag zur Fahrzeugmiete mit Fahrer?
Welche Angaben sollte ein Vertrag bei der Miete von Bus, Kleinbus oder Shuttle enthalten? Eine Checkliste zu Parteien, Fahrzeug, Strecke, Preis, Storno und Haftung.
Wer nach einer „Vorlage für einen Busmietvertrag“ sucht, möchte meist eines wissen: Was muss im Vertrag stehen, damit es am Reisetag keine Überraschungen gibt? Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Punkte als Checkliste zusammen.
Hinweis: Dieser Inhalt dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Für Firmen- und Langzeitverträge empfehlen wir Rechts- und Steuerberatung.
1. Vertragsparteien
- Firmenname, Adresse und Steuerdaten des Anbieters
- Angaben zur Person oder Organisation, die die Leistung bezieht
- Bevollmächtigte Kontaktperson und Telefon auf beiden Seiten
2. Fahrzeug und Fahrer
- Fahrzeugklasse, Kapazität (eingetragene Sitzplätze) und möglichst Kennzeichen
- Ersatzfahrzeug gleicher oder höherer Klasse, falls das geplante ausfällt
- Wann die Fahrerdaten mitgeteilt werden
3. Datum, Uhrzeit und Strecke
- Datum und Uhrzeit von Hin- und Rückfahrt
- Abhol-, Ziel- und Zwischenstoppadressen
- Wartezeiten und zusätzliche Fahrten am Tag
- Wie Programmänderungen mitgeteilt werden
4. Preis und Leistungsumfang
- Gesamtpreis und Mehrwertsteuer
- Ob Kraftstoff, Autobahn, Brücken, Parken und Fahrerunterkunft enthalten sind
- Preis bei Überschreitung von Zeit oder Kilometern
Die im Angebot zu klärenden Posten listen wir ausführlich in diesem Beitrag auf.
5. Zahlung, Anzahlung und Storno
- Höhe der Anzahlung und Fälligkeit des Restbetrags
- Rückerstattung bei Storno je nach Zeitpunkt
- Umgang mit Terminänderungen und geänderter Personenzahl
6. Sicherheit und gesetzliche Pflichten
- Durchführung durch ein Unternehmen mit entsprechender Beförderungsgenehmigung
- Fahrer mit Qualifikationsnachweis (SRC) und psychotechnischem Gutachten
- Pflicht-Insassenunfallversicherung für das Fahrzeug
- Beförderung nur so vieler Fahrgäste, wie Sitzplätze eingetragen sind; keine Stehplätze
Was diese Nachweise bedeuten, erklären wir in unserem Ratgeber zur Anbieterwahl.
7. Pannen, Verspätungen und höhere Gewalt
- Wie schnell bei einer Panne ein Ersatzfahrzeug kommt
- Vorgehen bei Verzögerungen durch Verkehr oder Wetter
- Wartebedingungen bei Flugverspätungen (bei Flughafentransfers)
8. Pflichten der Fahrgäste
- Regeln zu Essen, Trinken und Rauchen im Fahrzeug
- Bewertung von Schäden am Fahrzeug
- Gegebenenfalls Vorabübermittlung der Fahrgastliste
Reicht bei kurzen Einsätzen ein schriftliches Angebot?
Bei eintägigen Transfers und Ausflügen genügen meist ein schriftliches Angebot mit den genannten Punkten und eine schriftliche Bestätigung. Für langfristigen Werksverkehr und Firmenleistungen empfiehlt sich ein ausführlicher Vertrag. Unseren Angebotsablauf beschreiben wir auf dieser Seite.